Klima- und Naturschutz-Tipps für Zuhause
Bereits mit kleinen Energiespar-Tipps, lässt sich Geld sparen und das Klima schützen und bereits kleine Veränderungen im Alltag können einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Tagtäglich stoßen wir Treibhausgase aus und nehmen Einfluss auf unser Klima und unsere Natur. Ob im eigenen Haus oder Garten, auf dem Arbeitsweg oder beim Einkaufen. Überall bieten sich uns Möglichkeiten CO2 zu sparen, achtsamer mit unserer Umwelt umzugehen oder die Artenvielfalt zu fördern. Viele Tipps sind ganz einfach und ohne großen Aufwand umzusetzen. Handlungsoptionen gibt es viele und jeder kann seinen eigenen Weg finden, einen positiven Beitrag zum Schutz unseres Planeten zu leisten. Hier finden Sie eine Zusammenstellung von 20 Tipps für mehr Klima- und Naturschutz!
Rückfragen können Sie gerne an klimaschutz@radolfshausen.de richten. Auch Feedback dazu ist willkommen.
Tipps für mehr Klimaschutz im Alltag
Hier finden Sie eine Zusammenstellung von Klimaschutz-Tipp für den "Hausgebrauch". Dabei soll es nicht um das Aufstellen von Regeln gehen, sondern darum, mit kurzen Alltagstipps Aufmerksamkeit auf evtl. eingefahrene Verhaltensmuster zu lenken.
Klima-Tipp 1 - Wäsche energieeffizient waschen und trocknen
In diesem Klimaschutz-Tipp erfahren Sie, wie man beim Waschen und Trocknen von Wäsche am meisten Energie einsparen kann.
Wasch-Temperatur und ECO-Modus
Das Absenken der Temperatur Ihrer Waschgänge ist einer der größten Hebel zur Energieeinsparung, denn der Großteil des Energieverbrauchs beim Wäschewaschen entfällt auf das Erhitzen des Wassers. Moderne Waschmittel sind auch bei niedrigen Temperaturen äußerst effektiv, sodass selbst stärkere Verschmutzungen bereits bei 30-40°C gereinigt werden können. Indem Sie die Temperatur beispielsweise von 60°C auf 40°C absenken, können Sie etwa 1/3 der Energie einsparen, ohne die Reinigungsleistung zu beeinträchtigen. Während die klassische Kochwäsche (80-100°C) eigentlich überhaupt nicht mehr notwendig ist, wird auch die 60°-Wäsche nur aus hygienischen Gründen benötigt. Mit 60°C sollten zum Beispiel Küchenlappen, Handtücher und ggf. Unterwäsche gewaschen werden, sowie die Bettwäsche nach ansteckenden Krankheiten.
Der an vielen modernen Waschmaschinen verfügbare ECO-Modus sorgt paradoxerweise für längere Waschzeiten. Das liegt am energiesparenden, langsameren Erhitzen des Wassers sowie eventuell auch an niedrigeren Schleuderzahlen und ist somit, trotz längerer Laufzeit, insgesamt energieeffizienter. Auch auf die Vorwäsche kann man in den allermeisten Fällen verzichten und kleine Flecken ggf. per Hand vorbehandeln.
Beladung der Waschmaschine
Eine Waschmaschine sollte für einen energieeffizienten Betrieb immer gut gefüllt sein, was bedeutet, dass im Optimalfall nur noch eine Hand zwischen Wäsche und Trommel passt. Das reduziert die Anzahl der Waschvorgänge und die notwendige Menge an zu erwärmendem Wasser. Bereits beim Kauf der Waschmaschine kann man darauf achten, dass das gewählte Modell die richtige Größe hat. Als Faustformel gelten dabei 5–6 kg Maschinen für Haushalte mit 1–2 Personen, oder 7–8 kg Maschinen für 3–4 Personen als passend. Zudem kann man beim Neukauf natürlich auf ein gutes Ranking beim EU-Energielabel achten. Der darauf angegebene Durchschnittsverbrauch bezieht sich übrigens auf 100 Waschgänge im ECO-Modus.
Mit einer größenmäßig passenden Waschmaschine fällt es eventuell auch leichter, Kleidungsstücke o. ä. nur so oft zu waschen wie wirklich notwendig. Wer kennt es nicht: Man wäscht selten getragene Sachen mit, nur, weil eben noch für 2–3 Kleidungsstücke Platz in der Trommel ist? Viele Kleidungsstücke lüften über Nacht gut aus und können so ohne Geruchsbelästigung mehr als einen Tag getragen werden. Hersteller von Jeans werben sogar damit, dass man Jeansstoff sehr selten bis gar nicht in der Waschmaschine waschen muss.
Trockner notwendig?
Prinzipiell ist es am energiesparendsten die Wäsche an der frischen Luft (im freien) zu trocknen. Schon das Trocknen in geschlossenen Räumen sorgt für einen erhöhten Heizbedarf, auch um Schimmelbildung zu vermeiden. Wenn zum Trocknen der Wäsche ein elektrisches Gerät zum Einsatz kommt – was die energetisch ungünstigste Variante ist – dann sollte man darauf achten, dass die Wäsche bereits in der Waschmaschine möglichst gut geschleudert wird. So reduziert man die zu trocknende Feuchtigkeitsmenge in der Wäsche. Gerade bei Wäschetrocknern lohnt sich ggf. ein Neukauf, da Altgeräte oft einen extrem hohen Energieverbrauch haben. Generell gilt, nur dann und für jene Wäschestücke den Trockner zu nutzen, wofür es unbedingt notwendig ist.
Quellen und weitere Informationen:
Energiespartipps.de – Strom sparen beim Wäsche waschen
https://energiespartipps.de/strom-sparen-waschmaschine/
polarstern-energie.de – 8 Energiespartipps für deine Waschmaschine
https://www.polarstern-energie.de/magazin/artikel/strom-sparen-waschmaschine-effizienz/
Klima-Tipp 2 - Lüften und Heizen für mehr Energieeffizienz
In diesem Klimaschutz-Tipp erfahren Sie, wie man energieeffiezient heizt und lüftet.
Gezieltes Lüften
Lüften dient im Allgemeinen dazu „alte“ trockene Zimmerluft durch frische Luft auszutauschen. Besonders im Winter sollte man gezielt und bewusst Lüften, da aufgeheizte Raumluft trockener ist und nur durch Frischluftzufuhr ein gesundes Maß an Luftfeuchtigkeit wiederhergestellt werden kann. Es empfiehlt es sich, kurz und intensiv zu lüften, statt die Fenster ständig in Kippstellung zu lassen. Öffnen Sie die Fenster weit für etwa 5 bis 10 Minuten. Je nach Möglichkeit kann man sogar bewusst einen Durchzug zulassen (mehrere ggf. gegenüberliegende Fenster). Dadurch wird die Luft effektiv ausgetauscht, ohne dass die Wände auskühlen. Idealerweise sollte dies, je nach Raumgröße und Anzahl der Personen mehrmals täglich geschehen. Gerade im Winter kann man versuchen, besonders während der wärmeren Tagesstunden zu lüften, um den Energieverlust zu minimieren. Generell gilt allerdings auch, je größer der Temperaturunterschied zwischen innen und außen ist, desto schneller funktioniert der Luftaustausch.
Thermostate richtig einstellen
Achten Sie darauf, dass die Thermostate an den Heizkörpern auf die empfohlene Raumtemperatur eingestellt sind. In der Regel beginnt die Thermostat-Skala mit dem Symbol einer Schneeflocke. Diese Einstellung bedeutet Frostschutz und schützt die Heizung lediglich vorm Einfrieren. Bei einer korrekt eingestellten Heizung sollte Stufe 1 ungefähr einer Raumtemperatur von 12 °C entsprechen. Jede weitere Stufe sollte 4 °C höher liegen (Stufe 3 also bei 20 °C, bzw. Stufe 5 bei 28 °C). Stellen Sie die Heizung also auf exakt den Wert, welchen Sie als Raumtemperatur erreichen wollen und bedenken Sie, dass bereits EIN Grad Celsius weniger zu 6 % Energieeinsparung führt. Gängige Temperaturen liegen in etwa bei 19-20 °C für Wohn- und Arbeitsräume und bei 16-18 °C in Schlafzimmern oder wenig genutzten Räumen. Unter 16 °C besteht jedoch Schimmelgefahr aufgrund von Feuchtigkeitsbildung.
In durchgehend genutzten Räumen stellen Sie die Temperatur mit Hilfe des Thermostats auf die gewünschte Gradzahl ein und belassen das Thermostat, außer beim Lüften, in dieser Stellung. Ein Heizkörper heizt nicht schneller, wenn man ihn weiter aufdreht. Vermeiden Sie es außerdem, nicht genutzte Räume zu überheizen. Sie können die Heizung in wenig genutzten Räumen auch zeitweise ausschalten oder sehr weit herunterdrehen und die Türen schließen, um Wärmeverluste zu minimieren, sofern der Raum nicht zu sehr auskühlt.
Richtig heizen
Neben der manuellen Einstellung des Heizkörper-Thermostats gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten der Temperatursteuerung. Zum einen kann mit Hilfe einer zeitlich programmierten Heizungsabsenkung eingestellt werden, dass die Heizung während der Nachtstunden, oder auch während der täglichen Abwesenheit (Arbeitszeit, etc.) weniger stark heizt. Diese Absenkung kann bei fast allen aktuellen Heizungssystemen auch tagesgenau programmiert werden, zum Beispiel um an Homeoffice-Tagen tagsüber keine Absenkung vorzunehmen. Eine weitere Lösung sind digitale „smarte“ Heizkörper-Thermostate, welche per App gesteuert und programmiert werden können. Smart-Thermostate bieten sich unter anderem für Mietwohnungen an, in denen man die Absenkung nicht selber programmieren kann. Außerdem kann man damit von unterwegs bereits die gewünschte Temperatur einstellen, bevor man zu Hause ankommt.
Zum richtigen Heizen gehört auch, dass Heizkörper nicht mit Vorhängen abgedeckt, oder mit Möbeln verstellt sein sollten. Die Luft sollte um einen Heizkörper herum immer gut zirkulieren können, genauso wie man auf Böden mit Bodenheizung keinen Teppich legen sollte. Auch eine Überprüfung ihrer Fenster und Terrassentüren auf Dichtigkeit kann sinnvoll sein (z. B. mit einer Kerze hinter dem geschlossenen Fensterspalt). Das Anbringen von zusätzlicher Dämmung an der Wand hinter dem Heizkörper kann zwar, gerade in älteren Gebäuden, energetisch sinnvoll sein. Hier ist beim Aufbringen der Dämmfolie allerdings auf absolute Luftdichtigkeit zu achten, da sich sonst hinter der Folie Schimmel bilden kann. Gegebenenfalls können Sie neue oder zusätzliche Gummidichtung installieren, um Wärmebrücken zu schließen und damit den Energieverlust zu minimieren. Die regelmäßige Entfernung von Staub von den Heizkörperlamellen hilft außerdem, die Effizienz der Heizkörper zu verbessern.
Quellen und weitere Informationen:
Verbraucherzentrale – 10 einfache Tipps zum Heizkosten sparen:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/heizung-10-einfache-tipps-zum-heizkosten-sparen-13892
Klima-Tipp 3 - Energiesparen bei Kühl- und Gefrierschänken
In diesem Klimaschutz-Tipp soll es um den Energieverbrauch von Kühl- und Gefrierschränken gehen, denn durch die optimale Bedienung bzw. Nutzung lässt sich Energie einsparen und damit, neben einer finanziellen Einsparung, auch etwas zum Klimaschutz beitragen.
Kühlschrank richtig befüllen
Das offensichtlichste Einsparpotenzial besteht bei Kühl- und Gefrierschränken darin, sie nicht zu lange offenstehen zu lassen. Gerade nach dem Einräumen des Einkaufs ist der Energiebedarf besonders hoch, wenn die neuen Lebensmittel erst heruntergekühlt werden müssen. Aus demselben Grund sollte man warme Speisen erst abkühlen lassen, bevor man sie zur Aufbewahrung in den Kühlschrank stellt. Im Gegensatz dazu kann man aufzutauende Lebensmittel aus dem Gefrierfach mit etwas vorausschauender Planung auch im Kühlschrank auftauen lassen. Die dabei frei werdende Kälte spart nicht nur Energie im Kühlschrank, sondern gegebenenfalls auch noch Energie, welche zum schnelle Auftauen (z. B. in der Mikrowelle) benötigt würde. Auch die passende Größe eines Kühlschranks kann helfen Energie einzusparen. Kleine Geräte verbrauchen nicht nur wegen ihres geringeren Volumens weniger Energie, sondern in einem gut gefüllten Kühlschrank werden neue Lebensmittel auch schneller abgekühlt.
Gefrierfach abtauen
Auch wenn viele Gefriergeräte inzwischen mit sogenannter „No-Frost“ Technologie beworben werden, kann es doch nach längerer Nutzung eines Gefrierfachs / Gefrierschranks zur Vereisung kommen. Diese Eisschicht auf der Innenseite von Gefriergeräten steigert den Energiebedarf zur weiteren Kühlung. Daher sollte Gefriergeräte in regelmäßigen Abständen abgetaut und von ungewünschter Vereisung befreit werden. Bereits eine Eisschicht von wenigen Millimetern Dicke kann den Stromverbrauch um 25 % oder mehr erhöhen. Sollte man das Abtauen vor einem Urlaub oder einer sonstigen längeren Abwesenheit durchführen, dann kann man das Gerät für diese Zeit auch ganz ausgeschaltet lassen. Dabei sollte man nicht vergessen, die Türen des Geräts offenzulassen um Geruchs- oder Schimmelbildung zu vermeiden.
Weitere Energiespar-Potenziale
Allgemein gilt, dass Kühl- und Gefrierschränke nicht in direkter Nähe zu Wärmequellen wie Heizungen oder dem Ofen stehen sollten. Bei nicht mehr ganz neuen Geräten kann es sich außerdem lohnen, das Lüftungsgitter (meist auf der Rückseite des Gerätes) von Staub zu befreien – am besten zweimal jährlich. Außerdem kann man kontrollieren, ob die Gummi-Dichtungen das Gerät noch vollständig verschließen und ggf. alte Dichtungen erneuern. Zu guter Letzt bleibt noch, die Temperatur auf einen passenden Wert einzustellen. Während für Kühlschränke ca. 7° Celsius empfohlen werden, sollten Gefrierschränke auf etwa -18° Celsius eingestellt sein. Noch tiefere Temperaturen sind für den Hausgebrauch nicht notwendig und würden unverhältnismäßig viel Energie verbrauchen, denn bereits eine 2° niedrigere Temperatur erhöht den Energiebedarf um ca. 10 %. Bei der Temperatureinstellung mittels Dreh-Thermostat im Kühlschrank, welches oft nicht mit Grad-Angaben versehen ist, kann dabei ein einfaches Kühlschrank-Thermometer hilfreich sein.
Quellen und weitere Informationen:
Umweltberatung.at – Stromsparend kühlen und gefrieren:
https://www.umweltberatung.at/jetzt-eiskalt-strom-sparen
CO2-Online – Die 13 besten Tipps zum Stromsparen beim Kühlschrank:
https://www.co2online.de/energie-sparen/strom-sparen/strom-sparen-stromspartipps/kuehlschrank/#c123829
Klima-Tipp 4 - Recyclingpapier und Verpackungsmaterial
In diesem Klimaschutz-Tipp soll es um Einsparpotentiale beim Papierverbrauch und Verpackungsmaterial gehen. Selbst kleine Veränderungen im Alltag können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zwei Beispiele für solche kleinen Umstellungen sind die Nutzung von Recyclingpapier sowie die Reduzierung von Verpackungsmüll.
Recyclingpapier – Nachhaltigkeit auf Schreibtisch und im Bad
Die konsequente Wahl von Recyclingpapier für Druckerzeugnisse und Hygienepapier kann einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten? Im Vergleich zur Herstellung von neuem Papier aus Frischfasern verbraucht die Produktion von Recyclingpapier weniger Wasser und Energie und reduziert den Bedarf an Holzeinschlag. Dadurch werden wertvolle Ressourcen geschont und der CO₂-Ausstoß verringert. Die durchschnittliche Einsparung bei der Nutzung von Recycling-Hygienepapier beläuft sich in etwa auf:
- 78 % weniger Wasser
- 68 % weniger Energie
- 15 % weniger CO₂-Emissionen.
Bevorzugen Sie daher beim Einkauf von Büropapier, Notizblöcken oder Schreibheften, sowie bei Toilettenpapier und Küchenpapier Produkte aus Recycling-Materialien. Eventuell können Sie diese Veränderung auch bei ihrem Arbeitgeber oder in ihrer Firma anstoßen. Dadurch lassen sich oft noch deutlich größere Einsparungen erzielen, als im Privathaushalt.
Verpackungsmüll reduzieren – Bewusstsein für unnötigen Müll
Unsere Einkaufsgewohnheiten können einen erheblichen Einfluss auf die Menge an Verpackungsmüll haben, der täglich entsteht. Papier- und Plastikverpackung belasten nicht nur als Müll unsere Umwelt, sondern sie verbrauchen auch bei ihrer Herstellung Ressourcen. Ein erster Schritt zur Müllreduzierung ist die bewusste Wahl von Produkten mit weniger oder plastikfreier Verpackung. Greifen Sie zum Beispiel zu losen Obst- und Gemüsesorten statt verpackten Varianten. Wiederverwendbare Einkaufstaschen und Netze helfen dabei, Plastiktüten zu vermeiden. Überall, wo es nicht ganz ohne Verpackung geht, achten Sie auf das Recycling- oder Umweltsiegel auf den Verpackungen. Diese Kennzeichnungen deuten darauf hin, dass die Verpackung umweltfreundlicher hergestellt wurde, oder dass die Verpackung zumindest einer erneuten Verwendung zugeführt werden kann. Versuchen Sie Online-Bestellungen einzelner Produkte auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, da dort besonders viel Verpackungsmaterial eingesetzt werden muss, um Waren geschützt zu transportieren.
Ein weiterer Tipp: Kaufen Sie, wenn möglich, Lebensmittel und andere Verbrauchswaren in größeren Mengen, um Einzelverpackungen zu vermeiden. Das kann neben der Umwelt auch ihren Geldbeutel schonen.
Quellen und weitere Informationen:
Umweltbundesamt – Recyclingpapier schont die Umwelt:
www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/papiertaschentuecher-hygienepapiere
Umweltbundesamt – Fragen und Antworten zu Verpackungsabfällen:
www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/verpackungen/fragen-antworten-verpackungen-verpackungsabfaelle
Klima-Tipp 5 - Die Wärmepumpe als Heiztechnik - Fakten und Mythen
In diesem Klimaschutz-Tipp möchten wir einige Fakten und Mythen rund um das Thema Wärmepumpe aufgreifen. Dieser Tipp ist etwas ausführlicher, weil das Thema aufgrund seiner politischen Brisanz einer etwas ausführlicheren Erläuterung bedarf. Für Rückfragen zum Thema steht das Klimaschutzmanagement der Samtgemeinde natürlich gerne zur Verfügung.
Fakten zur Wärmepumpe
Beginnen wir mit ein paar technischen Fakten: Die grundlegende Technik der Wärmepumpe ist keine neue Erfindung, sondern wird seit über 80 Jahren in jedem Kühlschrank verbaut. Beim Kühlschrank wird, unter Einsatz elektrischer Energie, die Wärme von innen nach außen „weg-gepumpt“ wird, damit das Bier schön kühl liegt. Bei einer Wärmepumpe zum Heizen findet der entgegengesetzte Prozess statt. Mithilfe elektrischer Energie wird die Umgebungswärme ins Haus „gepumpt“, damit der Biertrinkende keine kalten Füße bekommt. Zum genaueren Verständnis der prinzipiellen Funktionsweise empfiehlt sich das YouTube-Video vom Technik-Salon1.
Was die Wärmepumpe zur erfolgversprechenden Technik für die Wärmewende macht, ist die Tatsache, dass mit diesem Gerät aus 1 kWh elektrischer Energie, etwa 3–4 kWh Wärmeenergie gewonnen werden können. Dieser Faktor (also ca. 3–4) wird auch als Jahresarbeitszahl bezeichnet und beschreibt die Effizienz der Wärmepumpe. Diese ist von einigen Rahmenbedingungen abhängig. Zentral ist dabei der Unterschied zwischen der Außentemperatur und der gewünschten Temperatur im Heizkreislauf. Wer sich schon etwas genauer mit dem möglichen Umbau beschäftigt, der kann mit dem Jahresarbeitszahl-Rechner des Bundesverbands Wärmepumpe die Effizienz einer Wärmepumpe in seinem Haus berechnen².
Laut aktuellen Studien hat die Wärmepumpe das größte Potenzial dafür, den Wärmebedarf in Wohngebäuden zu decken, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen³. Das hat folgende Gründe:
- Der Energieträger „Strom“ kann leicht verteilt werden und die Netze dafür sind vorhanden. Mit jedem gebauten Windrad und jedem gebauten Solarpark wird der Strom-Mix „grüner“, das heißt emissionsärmer. Schon heute stammt fast die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen – Tendenz steigend. Damit stoßen Wärmepumpen, verglichen mit Erdgasheizungen, bereits jetzt weniger als 50 % der Treibhausgase aus4. Im Vergleich zu den klassischen Verbrennungssystemen (Gas, Öl, Holz, Pellets) wird die Wärmeerzeugung aus Strom also auch im bereits eingebauten Zustand kontinuierlich umweltfreundlicher, während z. B. ein klassischer Gas-Heizkessel über die gesamte Lebensdauer die gleichen Emissionen verursachen würde.
- Im Vergleich zu Wasserstoff ist bei der für Wärmepumpen benötigten elektrischen Energie sowohl der Transport als auch die ausreichende Bereitstellung geklärt. Der Strombedarf zur Herstellung grünen Wasserstoffs (pro Energieeinheit gerechnet) ist hingegen auf absehbare Zeit deutlich höher, als bei der Wärmeerzeugung mithilfe von Wärmepumpen. Aktuell liegt der Unterschied zwischen Wärmepumpe und Wasserstoff im Gebäudesektor etwa beim Faktor 5. Das heißt, dass für Herstellung und das Heizen mit Wasserstoff ungefähr 5-mal so viel Energie benötigt würde, wie für das Heizen mit Wärmepumpenstrom. Selbst bei optimaler technischer Entwicklung wird das Heizen mit Wasserstoff im Wohngebäude auf lange Sicht doppelt bis dreifach so energieintensiv (UND dementsprechend teurer) sein, wie das Heizen mit einer Wärmepumpe5.
- Außerdem werden die prognostizierten Mengen an verfügbarem Wasserstoff vollständig in der Industrie gebraucht werden. Schon bei einer vollständigen Versorgung der deutschen energieintensiven Industrie müsste Wasserstoff importiert werden – ganz ohne Berücksichtigung der Gebäudewärme. Dieser zusätzliche Transport sorgt auch für zusätzliche Kosten. Das europäische und transeuropäische Stromnetz hingegen ist bereits verfügbar und entspricht, bis auf kleinere Kapazitätsfragen, dem technisch notwendigen Stand. Das deutsche Erdgasnetz hingegen müsste für Milliardenbeträge zur Wasserstoffnutzung umgebaut werden6.
- Weiterhin gibt es kein realistisches Szenario, in welchem das Erdgasnetz für Privathaushalte zeitnah, flächendeckend und gleichzeitig auf Wasserstoff umgestellt werden könnte. Eine Komplett-Umstellung auf Wasserstoff würde den gleichzeitigen Austausch aller Heizsysteme im Netzgebiet notwendig machen. H2-ready Gasheizungen wären zudem, so wie sie momentan angeboten werden, nicht ohne nachträgliche Umbau mit 100 % Wasserstoff zu betreiben. H2-ready Systeme sind nur für eine Wasserstoffbeimischung von bis zu 20 % ausgelegt, was lediglich einen Heizwert von ca. 7 % der Gesamtenergie ausmachen würde. Die zusätzlichen Kosten für einen möglichen Umbau auf 100 % Wasserstoffverbrennung und die sehr knappe Verfügbarkeit sollte jeder potenzielle Käufer berücksichtigen7.
Nun zu den Mythen, welche über die Wärmepumpe kursieren:
Mythos 1: Die Wärmepumpe funktioniert nur mit Fußbodenheizungen?
Falsch! Eine Wärmepumpe funktioniert prinzipiell mit jeder Heizung, bei welcher die Vorlauftemperatur niedrig genug ist. Eine höhere Vorlauftemperatur senkt die Effizienz der Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl) geringfügig. Insofern haben Fußbodenheizungen mit einer relativ niedrigen Vorlauftemperatur einen kleinen Effizienz-Vorteil8.
Mythos 2: Mit einer Wärmepumpe wird mein Haus im Winter nicht warm?
Falsch! Bei niedrigen Außentemperaturen sinkt die effektive Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe. Damit das Haus Warm wird, wird dann entweder kurzzeitig mehr Strom benötigt, oder man muss auf mittelfristige Sicht die Heizkörper in kritischen Räumen gegen größere Heizkörper austauschen. Ein Heizungssystem, welches die Wohnung „nicht warm bekommt“ wurde schlicht falsch geplant8.
Mythos 3: Eine Wärmepumpe ist für alte Häuser ungeeignet?
Irreführend! Wenn eine Wärmepumpe für ein „altes“ Gebäude ungeeignet ist, liegt das vor allem an einer fehlenden Dämmung, oder an zu alten Heizkörpern. Sowohl in eine gute Dämmung, als auch in aktuelle Heizkörper sollte man aber sowieso früher oder später investieren, wenn man sein Haus effizient warmhalten möchte. Nach einer erfolgreichen Dämmung und der Regulierung der Vorlauftemperatur lässt sich mit den richtigen Heizkörpern fast jedes Haus auf eine Wärmepumpe umrüsten. Eine mögliche technische Lösung zur Überbrückung könnte außerdem eine Hybrid-Heizung sein, welche auf einer Wärmepumpe basiert und nur bei besonders kalten Temperaturen zusätzlich mit Erdgas heizt9.
Mythos 4: Die Wärmepumpe kostet bis zu 300.000 €?
Falsch! Ohne zusätzliche Sanierungskosten zu berücksichtigen, wie etwa für Dämmung oder Heizkörper, liegen die Kosten für eine Wärmepumpe für ein durchschnittliches Einfamilienhaus derzeit bei ca. 10.000 - 20.000 €. Unter Berücksichtigung der gerade hochlaufenden Massenfertigung ist zudem noch mit drastischen Preissenkungen zu rechnen10. Außerdem gibt es für den Einbau oder die Umrüstung auf Wärmepumpen großzügige staatliche Förderungen11.
Mythos 5: Die Kältemittel in Wärmepumpen sind klimaschädlicher als Erdgas?
Unvollständig! Prinzipiell stimmt es, dass ein Kilogramm Kältemittel weit klimaschädlicher wäre, als die Verbrennung von 1 kg Erdgas. Allerdings befinden sich in modernen Wärmepumpen nur wenige Kilogramm des Kältemittels (ca. 1-6 kg) und dieses zirkuliert in einem geschlossenen System – sollte also über die Lebensdauer der Anlage nicht austreten. Klimafreundliche Kältemittel sind außerdem bereits vorhanden und können demnächst in neueren Wärmepumpen zum Einsatz kommen.
Wie im Podcast „Das ist eine gute Frage“ zum Thema „Wärmepumpe“ dargestellt, sollte demnach jeder Käufer einer H2-ready Gasheizung in den kommenden Jahren sinngemäß folgende Erklärung unterschreiben:
„Mir ist bewusst, dass meine Gasheizung noch nicht für den Betrieb mit Wasserstoff geeignet ist und nochmal auf meine eigenen Kosten umgerüstet werden muss. Die Kosten für grünen Wasserstoff werden erheblich über den Kosten für Erdgas liegen. Eine Verdopplung oder Vervierfachung der Preise ist möglich. Wasserstoff ist ein knappes Gut und sollte bis zum Jahr 2045 nicht genügend grüner Wasserstoff bereitgestellt werden, muss meine Heizung stillgelegt werden.“
Den gesamten, sehr hörenswerten, Podcast zum Thema Wärmepumpe gibt es hier:
https://dasisteinegutefrage.de/waermepumpe
Quellen und weitere Informationen:
1 Technik-Salon – Das Funktionsprinzip der Wärmepumpe:
www.youtube.com/watch?v=KDL1Xf-kuIA
² Bundesverband Wärmepumpe e. V. – Jahresarbeitszahl-Rechner:
www.waermepumpe.de/jazrechner/
³ BMWK Hintergrundpapier zur Gebäudestrategie Klimaneutralität 2045:
www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Klimaschutz/gebaeudestrategie-klimaneutralitaet-2045.html
4 PWC Studie “Planungssicherheit für die Wärmewende – Die Wärmepumpe als wichtiger Erfolgsfaktor”:
www.pwc.de/de/energiewirtschaft/die-deutsche-heizungsbranche.html
5 PV Magazin – Wärmepumpe im Gebäudesektor deutlich effizienter als Wasserstoff:
www.pv-magazine.de/2023/02/20/waermepumpe-im-gebaeudesektor-deutlich-effizienter-als-wasserstoff/
6 Solarserver – dvgw Studie zu Wasserstoff im Erdgasnetz:
www.solarserver.de/2023/03/29/dvgw-studie-gasnetz-in-deutschland-koennte-auch-wasserstoff-transportieren/
7 Heizungsfinder – H2-ready Gasheizungen mit Wasserstoff betreiben?
www.heizungsfinder.de/gasheizung/gaskessel/h2-ready
8 Heizungsfinder – Die wichtige Rolle der Vorlauftemperatur für Wärmepumpen:
www.heizungsfinder.de/waermepumpe/vorlauftemperatur
9 Energie-Fachberater – Wärmepumpe im Altbau – funktioniert das?:
www.energie-fachberater.de/heizung-lueftung/heizung/waermepumpe/waermepumpe-im-altbau-funktioniert-das.php
10 ARD „Sinkende Preise für Wärmepumpen erwartet“:
www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/waermepumpen-sinkende-preise-heizung-101.html
11 BAFA – Förderungen für Heizen mit erneuerbaren Energien:
www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerdervoraussetzungen/foerdervoraussetzungen_node.html;jsessionid=A913FD1FD4C0B9698ACAC61F95027A19.intranet252
Weitere ausführliche Informationen zum Thema auch auf der Website der Verbraucherzentrale:
www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/waermepumpe-alles-was-sie-wissen-muessen-im-ueberblick-5439
Spiegel-Artikel „Verbraucherzentralen warnen vor Einbau neuer Gasheizung“:
www.spiegel.de/wirtschaft/service/gasheizungen-verbraucherzentralen-warnen-vor-einbau-neuer-anlagen-a-54d787b7-694c-4a6f-a9a1-c3b4eb4cafbb
Klima-Tipp 6 - CO2-Kompensation von Reisen – den ökologischen Fußabdruck reduzieren
So schön Urlaubsreisen auch sein mögen, meistens gehen sie doch mit einem hohen CO2-Fußabdruck einher. Gerade bei besonders interessanten Reisen in entfernte Regionen verursacht alleine die Anreise den Hauptteil der zusätzlichen Emissionen. Neben der Entscheidung, weniger oder über kürzere Distanzen zu vereisen, gibt es die Möglichkeit, den verursachten CO2-Ausstoß zu kompensieren.
Verschiedene Reisevarianten schlagen sich dabei unterschiedlich stark auf dem „CO2-Konto“ nieder. Flugreisen sind die größten Verursacher von CO2-Emissionen, aber auch lange Autofahrten und Kreuzfahrten führen zu nicht unerheblichen Emissionen. Im Gegensatz dazu verursachen Zug- und Busreisen in der Regel weniger Emissionen. Zum Vergleich: Eine Flugreise nach Teneriffa (Economy-Class) verursacht etwa 1.100 kg CO2-Ausstoß, dieselbe Menge wird bei ca. 6.000 km Autofahren freigesetzt, oder durch eine 10-tägige Kreuzfahrt. Das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen beträgt wohlgemerkt nur etwa 1.500 kg CO2. Für vergleichbare Strecken würden bei einer Bahn-Fernreise nur etwa 15-20 % der CO2-Emissionen anfallen.
Die CO2-Kompensation ermöglicht es, verursachte CO2-Emissionen auszugleichen, indem man in Projekte investiert, welche Treibhausgase reduzieren oder binden. Es gibt verlässliche Organisationen und Plattformen (beispielsweise „atmosfair“ oder „myclimate“) welche CO2-Kompensationsmöglichkeiten für verschiedene Zwecke anbieten. Oft kann man bei diesen Anbietern auch den CO2-Ausstoß einer bestimmten Reisevariante berechnen. Diese Projekte können beispielsweise Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienzprojekte, oder Aufforstungsinitiativen umfassen.
Es gibt auch Kritikpunkte an CO2-Kompensationsmodellen, die nicht ignoriert werden sollten. CO2-Kompensationen kann unter anderem dazu führen, dass Menschen ihr Verhalten nicht ändern und weiterhin umweltschädliche Aktivitäten unterstützen. Das heißt, dass CO2-Kompensation kein Ersatz für die Reduzierung des eigenen CO2-Fußabdrucks ist, sondern als ergänzende Maßnahme betrachtet werden sollte. Die beste Vorgehensweise besteht darin, den CO2-Ausstoß so weit wie möglich zu reduzieren und dann die verbleibenden Emissionen durch Kompensation auszugleichen.
Neben der Fokussierung auf näherliegende Reiseziele, lassen sich viele bekannte Urlaubsorte erstaunlich gut auch mit Fernzügen erreichen. So sind zum Beispiel Venedig, Rom, Barcelona, Prag, Paris, oder London innerhalb weniger Stunden per Zug zu erreichen. Statt der Anreise im eigenen PKW kann es auch finanziell günstiger sein, sich vor Ort nur für wenige Tage oder Stunden einen Mietwagen auszuleihen. Auch die Alpenregion ist sehr gut erschlossen, was den Nahverkehr betrifft, so dass einige Urlaubsregionen bereits unter dem Titel „Bahn zum Berg“ für eine umweltfreundliche Anreise werben und passende Touren vorschlagen. Nicht selten erspart man sich in viel-frequentierten Urlaubsregionen so auch die stressige Suche nach einem freien Parkplatz.
Einen schönen nächsten Urlaub!
Weitere Informationen…
CO2-Rechner für eine private Bilanz:
www.uba.co2-rechner.de/de_DE/
Bahn oder Flugzeug – einige Zug- und Flugstrecken gegenübergestellt:
www.co2online.de/klima-schuetzen/mobilitaet/bahn-oder-flugzeug-der-vergleich/
Initiative „Bahn zum Berg“:
www.bahn-zum-berg.de/muenchen/
Klima-Tipp 7 - Mit dem Fahrrad zur Arbeit
Es scheint ein naheliegender Klimaschutz-Tipp zu sein, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Dennoch soll an dieser Stelle eine kleine Überschlagsrechnung zu den Einsparpotenzialen Platz finden, vielleicht schon deshalb, weil besonders die kleinen, alltäglichen Handlungen unterschätzt werden.
Wenn man von einer kurzen Fahrstrecke unter 10 km (einfache Strecke) ausgeht, also beispielsweise 7,5 km pro Strecke, entspricht das 15 km Fahrleistung pro Arbeitstag. Bei einer 5-Tage Woche (220 Arbeitstagen pro Jahr) ergibt das eine Jahresfahrleistung von 3300 km. Das führt zu einem CO2-Ausstoß von etwa 500 kg pro Jahr (Benzin-PKW mit 6,5 Liter/100 km). In Bezug auf CO2-Emissionen entspricht das zum Beispiel einer Europa-Rundreise mit dem Zug, oder in etwa dem durchschnittlichen Jahres-Stromverbrauch einer Person.
Für die meisten Menschen ist eine Fahrradfahrt über diese Entfernung prinzipiell keine größere Hürde, viel öfter geht es um Annehmlichkeiten, Komfort, oder die Organisation des restlichen Alltags. Einige Hindernisse lassen sich jedoch mit einfachen Mitteln aus dem Weg räumen:
- Hemd, Bluse, o.ä. zum Wechseln am Arbeitsort aufbewahren, ggf. auch Schuhe
- gute und breite Schutzbleche für saubere Hosen
- Gepäcktaschen, gegen den verschwitzen Rücken und für den kleinen Einkauf
- Reflektor-Weste/Jacke, oder andere Reflektoren für mehr Sicherheit
- Nutzung eines E-Bikes oder sogar E-Lastenfahrrad in Erwägung ziehen
Viele Arbeitgeber (so auch die Samtgemeinde) bieten inzwischen Leasing von „Job-Rädern“ über externe Anbieter an, wo die Leasing-Rate bereits vom Brutto-Gehalt bezahlt wird (also vor Steuern). Das Rad kann dann auch privat beliebig genutzt werden. Derartige Angebote bieten sich gerade für kostenintensivere E-Bikes an. Besonders groß wäre das Spar- und Einsparpotenzial, wenn durch die Anschaffung eines E-Bikes der vielfach vorhandene Zweitwagen abgeschafft werden könnte.
Außerdem hat die kleine Radtour zur Arbeit natürlich auch einen positiven gesundheitlichen Effekt und man spart Kosten für den Treibstoff sowie evtl. bei der KFZ-Versicherung. Die Kosten für die Wartung von Fahrrädern sind in der Regel deutlich günstiger als beim PKW und oft sind kleine Reparaturen auch in Eigenarbeit möglich.
Auch wenn man nicht gleich zu 100% aufs Rad umsteigt, hilft also jeder „Fahrrad-Tag“ dem Geldbeutel, der Gesundheit und natürlich auch der Umwelt.
Allzeit gute Fahrt!
Weitere Informationen…
CO2-Rechner für Autofahrten vs. Radfahrten:
www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/hessen/co2rechner.php
Durchschnittlicher CO2-Fußabdruck in Deutschland (pro Kopf):
www.bmuv.de/media/kohlenstoffdioxid-fussabdruck-pro-kopf-in-deutschland
Klima-Tipp 8 - Klimaschutzpotenziale am Grill
Vorwiegend soll es in diesem Klimaschutztipp um die Wahl des Brennstoffs gehen. Grob unterschieden gibt es hierfür drei Möglichkeiten: Grillkohle, Gas-Grills und Elektro-Grills. Während der Elektro-Grill theoretisch am klimafreundlichsten arbeitet, bringt er in der Praxis auch einige Einschränkungen mit sich, wie zum Beispiel die Notwendigkeit eines Stromanschlusses sowie eine „Grill-untypische“ Zubereitung. Auch der Gas-Grill spart im Durchschnitt noch ca. 2/3 der Emission gegenüber Holzkohle ein, Bedarf aber der Anschaffung eines entsprechenden Gas-Systems.
Die beliebteste, aber auch emissionsstärkste Möglichkeit ist noch immer das Grillen mit Holzkohle oder Grill-Briketts. Wenn man auf den klassischen Kohlegrill nicht verzichten möchte, hat man aber auch hier ein paar umweltfreundliche Möglichkeiten:
- Die Verwendung von Holzkohle aus heimischer Produktion (z. B. proFagus), oder zumindest mit FSC-Siegel. Damit kann man sicherstellen, dass keine Tropenhölzer verwendet und eventuell sogar nur Abfallprodukte der Forstwirtschaft genutzt werden.
- Die Verwendung von Brennstoffen aus alternativen Materialien, wie Olivenkernen oder Holz aus alten Weinstöcken. In diesen Fällen werden Abfall-Produkte als Brennstoffe recycelt.
- Der Verzicht auf Einweg-Grills, sowie auf Alufolie zum Einwickeln bzw. Aluschalen zur Zubereitung von Grillgut, letzteres auch aus gesundheitlichen Gründen.
An dieser Stelle sei allerdings auch darauf hingewiesen, dass die Lebensmittel auf dem Grill mindestens ebenso viel Potenzial haben, die Mahlzeit klimafreundlicher zu gestalten. Als Faustregel könnte man sich beispielsweise vornehmen, auch beim Grillen nur solche Fleischmengen pro Person einzuplanen, wie man es auch bei einer normalen Mahlzeit tun würde. Gut „grillbare“ Ergänzungen zur Wurst und Steak sind beispielsweise Grillkäse, Zucchini, Maiskolben, sowie verschiedenste pflanzliche Fleischersatzprodukte aus Soja, Seitan, oder Hülsenfrüchten.
In diesem Sinne, guten Appetit.
Weitere Informationen…
Ausführliche Infos zum Grillen mit Kohle sowie Alternativen:
https://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/grillkohle-grillen-kohle-holz100.html
Kurze, allgemeine Info zum klimafreundlichen Grillvergnügen:
https://www.verbraucherzentrale-berlin.de/pressemeldungen/presse-be/klimafreundlich-grillen-75399
Klima-Tipp 9 - Sparsame Haushalts-Großgeräte
Gerade die wirklich verbrauchsstarken Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Gefriertruhe, Waschmaschine, Trockner, und Spülmaschine sind entscheidend dafür, wie hoch der Strom-Energiebedarf eines Haushaltes ist. Nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch aus Sicht der Nachhaltigkeit, ergibt es natürlich keinen Sinn, Geräte dieser Kategorie in kurzen Zeitabständen auszutauschen.
Allerdings können Faustregeln, kurze Überschlagsrechnungen, oder kurzzeitige Messungen des Stromverbrauchs helfen, austauschwürdige Geräte zu identifizieren:
Die erste Faustregel ist, dass Großgeräte nach etwa 15 Jahren ausgetauscht werden können, um von einer nennenswerten Energieeinsparung zu profitieren. Beim Kauf neuer Geräte sollte man besonders auf das EU-Energielabel achten. Außerdem können Siegel wie „Der Blaue Engel“ oder „Energy Star“ auf nachhaltige, ressourcenschonend produzierte bzw. energieeffiziente Produkte hinweisen. Zur Recherche besonders energiesparender Großgeräte eignen sich Plattformen wie www.ecotopten.de oder www.spargeraete.de.
Vom Typenschild der Geräte, dem Handbuch, oder der Herstellerwebsite kann man meistens den spezifischen Stromverbrauch ablesen. Das ermöglicht eine Überschlagsrechnung des Verbrauchs für alle Geräte, deren Betriebsdauer man gut abschätzen kann (bspw. Kühl- oder Gefrierschrank).
Beispielrechnung: Ein moderner Gefrierschrank hat einen Jahresverbrauch von rund 100 kWh pro Jahr und kostet ca. 800 €. Das 15 Jahre alte auszutauschende Gerät hatte einen Jahresverbrauch von etwa 300 kWh. Bei einem aktuellen Strompreis von 40 ct/kWh ergibt sich eine jährliche Ersparnis von 80 €. Das heißt, dass sich die Anschaffung des neuen Gefrierschranks nach 10 Jahren amortisiert hätte.
Wem die Berechnung an Hand von Kennwerten zu ungenau ist, der kann auch mit einfachen Plug-in Energiekostenmessgeräten den „wahren“ aktuellen Verbrauch jedes beliebigen Gerätes erfassen.
Bei kleineren Elektrogeräten (z. B. Stabmixer, Notebooks, etc.) gilt in der Regel, dass man sie aus Gründen der Nachhaltigkeit so lange nutzen sollte, wie sie funktionstüchtig bleiben. Ein Austausch, nur um Energie oder Kosten einzusparen, ist in dieser Gerätekategorie meist mit unrealistisch langen Amortisationszeiten verbunden. Das Gebot zur vollständigen Abschaltung von Standby-Modi (Fernseher, Musikanlage, etc.) gilt ohnehin.
Weitere Informationen…
Effizientere Geräte: Wann lohnt sich der Austausch von alten Haushaltsgeräten? https://www.polarstern-energie.de/magazin/artikel/ein-neues-geraet-kaufen/
Wer Stromfresser tauschen sollte?
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/energiesparen-elektrogeraete-101.html
Klima-Tipp 10 - Hydraulischer Abgleich
Der hydraulische Abgleich ist ein wichtiges Verfahren zur Optimierung von Heizungen. Durch den Abgleich werden die Netz-Widerstände für jeden Heizkörper reguliert, indem die maximale Öffnung des Thermostatventils begrenzt wird. Das gelingt mithilfe der Vor-Einstellung am Heizkörperventil. Diese Vor-Einstellung befindet sich, soweit vorhanden, hinter dem normalen Thermostat.
Dadurch wird jeder Heizkörper mit genau der richtigen Menge an Heißwasser versorgt, unabhängig davon, wie weit er von der Heizungsanlage entfernt ist. Damit nutzt man ein großes Einsparpotenzial, denn sowohl im Heizkessel selbst, als auch bei der elektrischen Umwälzpumpe kann so Energie gespart werden. Der hydraulische Abgleich ist somit eine vergleichsweise simple Maßnahme mit großer Wirkung. Durch den geringeren CO₂-Ausstoß leistet der hydraulische Abgleich einen Beitrag zum Klimaschutz.
Der hydraulische Abgleich kann am besten von Fachhandwerkern durchgeführt werden, da diese den Abgleich exakt berechnen können. Die Kosten dafür liegen bei rund 600 bis 1200 Euro, wobei man dafür 15 % Förderung erhalten kann (siehe Link 1), oder die Kosten dafür steuerlich absetzen. Mit etwas Rechenaufwand kann man den hydraulischen Abgleich allerdings auch selber durchführen, gerade bei weniger komplexen Heiznetzen kann das auch eine Option sein (Link 2). Die Ersparnis durch einen hydraulischen Abgleich schwankt je nach Energieträger und individuellen Faktoren, jedoch soll eine Ersparnis von fünf Prozent bis zu 15 Prozent möglich sein.
Mehr im Detail unter...
- Wer für den hydraulischen Abgleich eine Fachkraft beauftragt, kann 15 % Förderung für die Heizungsoptimierung erhalten: https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Sanierung_Nichtwohngebaeude/Heizungsoptimierung/heizungsoptimierung_node.html
- Wer selber Hand anlegen will, findet hier die passende Anleitung und Rechengrößen: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/news-wissen/magazin/hydraulischer-abgleich/
Klima-Tipp 11 - Mehrwegflaschen
Der Kauf von Mehrwegpfandflaschen aus Glas UND Plastik ist klimafreundlicher als Flaschen aus Einweg-Plastik oder Dosengetränke zu kaufen. Da Mehrwegflaschen bis zu 50 Mal gereinigt und wieder befüllt werden, spart man pro gekaufter Flasche etwa 55 Gramm CO₂ gegenüber einer Einwegflasche. Den deutschen Durchschnittsverbrauch zugrunde gelegt, bedeutet das eine Jahreseinsparung von rund 50 kg CO₂, was einer Autofahrt von etwa 500 km entspricht (Klein- bis Mittelwagen, Benzin). Wenn man dazu noch auf den Kauf regionaler Getränkemarken achtet, wird dank kürzerer Transportwege die Klimabilanz des Getränkekaufs noch besser. Im Übrigen kann man in Deutschland (fast) überall Wasser bedenkenlos aus der Leitung trinken – für Freunde des Sprudels bietet sich dann eventuell ein „Wassersprudler“ an.
Weitere Details: https://www.codecheck.info/news/Oekobilanz-So-viel-CO2-sparen-Mehrwegflaschen-161227
Klima-Tipp 12 - Der nachhaltige Weihnachtsbaum
Für viele ist ein Weihnachtsfest ohne echten Weihnachtsbaum nicht vorstellbar. Doch müssen wir bei Baum-Kauf ein schlechtes Gewissen haben? Etwa 28 bis 30 Millionen Bäume kaufen wir in Deutschland jährlich. Um diesen hohen Bedarf vollständig zu decken, werden knapp 10 % aus dem Ausland, insbesondere aus Dänemark, importiert. Der Hauptanteil unserer Weihnachtsbäume wächst also direkt bei uns. Die allermeisten davon allerdings nicht im Wald, sondern auf eigens angelegten Weihnachtsbaumkulturen.
Worauf können wir beim Kauf unseres Weihnachtsbaums achten?
Umweltbilanz: Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, werden auf diesen Plantagen meist Kunstdünger und Pestizide eingesetzt. Durch ihren Einsatz und den Transport zu den Kundinnen und Kunden entsteht die größte Umweltbelastung. Das Umweltbundesamt stuft diese aber im Vergleich zu anderen Konsumgütern als gering ein. Und auch der Einsatz an Dünger und Pestiziden liegt deutlich unter den Einsatzmengen von einjährigen landwirtschaftlichen Kulturen. Weihnachtsbaumkulturen speichern im Vergleich zu Wäldern deutlich schlechter CO2, aber sie punkten in Bezug auf die Artenvielfalt. In ihrer offenen Vegetationsstruktur finden Laufkäfer- und Spinnenarten und auch einige seltene Vogelarten einen wertvollen Lebensraum. Doch wie sieht ein besonders nachhaltiger Weihnachtsbaum aus?
Bio-Weihnachtsbäume: Ökologischen Anbau gibt es nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei Weihnachtsbäumen. Das EU-Biosiegel und Siegel wie Naturland oder Demeter garantieren, dass beim Anbau keine synthetischen Pestizide und Mineraldünger eingesetzt wurden. Das Gras zwischen den Bäumen wird von Schafen kurzgehalten und ihre Ausscheidungen sind zusätzlicher Dünger. Vor Neubepflanzung werden Flächen mechanisch von Aufwuchs befreit und nicht wie beim konventionellen Anbau mit Herbiziden kahl gespritzt. Eine Liste aller Bio-Verkaufsstellen findet Sie auf der Seite Robin Wood.
Die Herkunft entscheidet: Da Weihnachtsbäume groß uns sperrig sind, ist es für die CO2-Bilanz besonders wichtig auf die Herkunft des eigenen Baumes zu achten. Einige Forstwirte bieten auch an, den Baum selbst zu schlagen. Fällt man dabei einen Weihnachtsbaum direkt aus dem Wald und nicht von einer Plantage, werden meist Bäume angeboten, die bei der Waldpflege sowieso gefällt werden müssten. Erkundigen Sie sich nach Angeboten in Ihrer Gegend. Das gemeinsame Baumfällen kann eine schöne Weihnachtstradition sein für die ganze Familie.
Der Plastik-Weihnachtsbaum: Die Frage, ob natürliche oder künstliche Weihnachtsbäume die bessere Umweltbilanz haben, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt davon ab, welchen natürlichen Weihnachtsbaum man stattdessen kaufen würde, wie der künstliche Weihnachtsbaum produziert wurde und v.a. davon, wie viele natürliche Bäume der Plastikbaum im Laufe seiner Nutzung ersetzt. Wer sich für einen künstlichen Baum entscheidet, sollte also sorgsam mit diesem umgehen, um ihm ein langes Leben zu bescheren.
Der Baum im Topf: Weihnachtsbäume im Topf zu kaufen oder zu leihen, ist nur nachhaltig, wenn diese über das Weihnachtsfest hinaus weiterleben. Besonders wichtig ist, dass der Baum im Topf heranwächst, denn wird er erst später ausgegraben, verletzt das seine Wurzeln und die Gefahr ist groß, dass er eingeht. Will man den Baum danach im eigenen Garten auspflanzen, braucht man nicht nur den Platz dafür, sondern auch Balkon oder Garage, um den Temperaturwechsel ins Freie schonend zu gestalten. Und nur weil ein Weihnachtsbaum im Topf steckt, heißt es nicht, dass er nicht davor auf einer Weihnachtsbaumplantage mit Pestiziden und Kunstdünger behandelt wurde. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer regionalen Baumschule oder Försterei nach passenden Angeboten.
Eine schöne nächste Adventszeit und ein Frohes Weihnachtsfest!
Quellen und weitere Informationen:
O Tannenbaum, o Tannenbaum: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/feste-feiern/weihnachten/01888.html
Weihnachtsbaum: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/weihnachtsbaum#gewusst-wie
Robin Wood: https://www.robinwood.de/schwerpunkte/oekologische-weihnachtsbaeume
Weihnachtsbaum im Topf: https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/Weihnachtsbaum-im-Topf-Ist-das-nachhaltig--oder-nicht_14260_1.html
Absatz von Weihnachtsbäumen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/372294/umfrage/absatz-von-weihnachtsbaeumen-in-deutschland/
Import von Weihnachtsbäumen: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/12/PD23_N063_51_45.html
Tipps für mehr Klima- und Naturschutz im eigenen Garten
Hier finden Sie eine Zusammenstellung von Tipps und Hintergrundinformationen zum Thema Klima- und Naturschutz im eigenen Garten. Auch ein einzelner Blumentopf ist bereits ein kleiner Garten und vielleicht möchten Sie manche Ideen auch auf dem Balkon oder der Fensterbank ausprobieren. Wie gut sich etwas für die Umsetzung in Ihrem Garten eignet, variiert bestimmt je nach Tipp. Doch ich hoffe es ist für Sie etwas dabei und wünsche Ihnen viel Freude beim Gärtnern.
Garten-Tipp 1 - Bäume als natürliche Klimaanlagen
Strecken wir im Frühling noch sehnsüchtig unsere Gesichter den ersten wärmenden Sonnenstrahlen entgegen, sind wir spätestens im Hochsommer froh über den Schutz eines dichten Blätterdachs. Als natürliche Klimaanlagen gewinnen Bäume, insbesondere in Hinblick auf die allgemein steigenden Temperaturen und die zunehmende Hitzebelastung, mehr und mehr an Bedeutung.
Wirkungsvolle Schattenspender
Bäume bieten uns Schatten und reflektieren dabei nicht nur einen Teil der sichtbaren Strahlung, sondern auch bis zu 40 % der infraroten Wärmestrahlung und beinahe 90 % der hautschädigenden UV-Strahlung. Wie gut ein Baum Schatten spendet, ist abhängig von Gestalt, Größe und Höhe seiner Krone, sowie von der Dichte seine Belaubung. Je größer und dichter die Krone eines Baumes, desto besser wirft er die Strahlung wieder zurück. Eine glänzende oder beharrte Blattoberfläche oder eine dickere Wachsschicht steigern seine Leistung zusätzlich. Der Schattenwurf eines Baumes – je nach Tageszeit bis zu doppelt so groß wie seine Kronenfläche – verhindert das Aufheizen des Bodens. An heißen Tagen kann der Unterschied von einer besonnten zu einer von Bäumen beschatteten Asphaltfläche bis zu 15 °C betragen. Auch das Pflanzen von Jungbäumen lohnt sich. Schon im 7. Standjahr senken sie die Oberflächentemperatur um bis zu 9 °C. In der Nähe von Gebäuden reduzieren sie durch die Beschattung die Rauminnentemperatur und, wenn dadurch die Nutzung von Klimaanlagen und Ventilatoren sinkt, auch den Energieverbrauch. Besonders an der Südseite zeigt der Schattenwurf von Bäumen große Wirkung. Geeignet sind vor allem Laubbäume, die im Herbst ihr Laub abwerfen und so die wärmenden Sonnenstrahlen in der kalten Jahreszeit nicht aufhalten.
Ausdauernde Luftkühler
Sowohl ein Baum als auch ein Sonnenschirm oder ein Gartenpavillon schützen uns vor der direkten Sonneneinstrahlung. Doch warum ist es unter einem Blätterdach deutlich kühler? Ein Baum spendet uns nicht nur Schatten, sondern erzeugt zusätzlich noch Verdunstungskälte. Im Vergleich zur umgebenden bebauten Fläche, können die Blatttemperaturen zwischen 11 und 30 °C kühler sein. Über seine Blätter verdunstet der Baum Wasser und benötigt dafür Energie, die er seiner Umgebung in Form von Wärme entzieht. Diese Transpiration von Wasser über die Blattoberfläche und über Spaltöffnungen an der Blattunterseite schützt den Baum vor Überhitzung und erzeugt gleichzeitig einen Sog, der Wasser mit Nährstoffen von den Wurzeln bis in die Blätter transportiert. Wie viel ein Baum über seine Spaltöffnungen transpiriert, kann dieser regulieren und so auf äußere Einflüsse wie Temperatur, Windgeschwindigkeit und Wasserverfügbarkeit reagieren. Die Verdunstung über die Blattoberfläche ist nicht steuerbar, macht aber nur einen kleinen Teil aus. Wassermangel sorgt dafür, dass der Baum seine Spaltöffnungen schließt. Dadurch bleibt nicht nur die Verdunstungskühlung aus, sondern es werden auch Stoffwechselprozesse gestört, da über die Spaltöffnungen Kohlendioxid aufgenommen und Sauerstoff abgeben wird. Während anhaltender Trockenphasen ist es daher wichtig, dass man seine Bäume ausreichend bewässert, um die Transpiration aufrechtzuerhalten. Auch der Boden hat einen großen Einfluss auf die Kühlleistung eines Baumes. Versiegelte Flächen lösen vermehrt Trockenstress aus, während durchlässige und lockere Böden nicht nur das Wurzelwachstum verbessern, sondern auch dafür sorgen, dass mehr Wasser gespeichert und transportiert werden kann.
Bäume – mehr als nur Bauholz
Wer den Platz und die Möglichkeiten hat neue Bäume zu pflanzen, sollte dies unbedingt tun. Sie verbessern die Luftqualität, indem sie Kohlendioxid speichern und Feinstoffe filtern, tragen zur Bodenerhaltung bei, dienen als Lärmschutz, bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen und sind natürliche Klimaanlagen. Je größer die Baumkrone und die Blattoberfläche, desto mehr Schattenwurf und Kühlungseffekt steht zur Verfügung. Deshalb sind besonders alte Bäume, die ihre maximale Wuchshöhe erreicht und viel Blattmasse ausgebildet haben, ideale Klimaanlagen. Egal ob im Schatten des eigenen Apfelbaums oder im Biergarten unter dichten Lindenlaub. Unter einem Baum kann man auch den heißesten Sommertag genießen.
Quellen und weitere Informationen:
Der Klimabaum. Wie Bäume unser Klima verbessern https://www.naturimgarten.at/files/content/files/klimabaum.pdf
Wirkungen der grünen Stadt. Studie zur Abbildung des aktuellen Wissenstands im Bereich städtischer Begrünungsmaßnahmen https://nachhaltigwirtschaften.at/de/sdz/projekte/wirkungen-der-gruenen-stadt.php
Masterarbeit: Stadtbäume für die Zukunft https://digitalcollection.zhaw.ch/bitstream/11475/24105/1/2021_Schubert_Lea_MA_ENR.pdf
Pfaffenhofen an der Ilm – klimagerechter Ausbau der Grünflächen https://probaum.online/artikel/in-bayern-steigen-die-temperaturen-010229
Transpiration https://studyflix.de/biologie/transpiration-2895
Der kühlende Baum https://treebag.de/blogs/news/der-kuhlende-baum
Kühleffekt von Stadtbäumen https://www.dergartenbau.ch/artikel/kuehleffekt-von-stadtbaeumen
Garten-Tipp 2 - Klimafreundlicher Eigenanbau
Eigenes Obst und Gemüse anzubauen macht nicht nur Spaß und ist gesund, sondern kann auch noch positive Auswirkungen auf den eigenen CO₂-Fußabdruck haben. Nicht nur, dass selbst angebautes Obst und Gemüse weder transportiert noch verpackt werden muss, der Eigenanbau fördert zusätzlich ein bewussteres Konsumverhalten und verbessert das Gespür dafür, wann welche Kulturen Saison haben. Damit der klima- und naturfreundliche Anbau auch gelingt, folgen ein paar Tipps für die praktische Umsetzung.
Mischkultur und Fruchtfolge
Pflanzt man geeignete Kulturen zusammen in ein Beet, ergänzen sich diese gegenseitig. Die Nährstoffe im Boden werden gleichmäßig genutzt, da sich jede Pflanzenart eine andere Nährstoffkombination aus einer bestimmten Bodenschicht zieht. Krankheiten und Pilzen können sich nur erschwert ausbreiten und viele Arten unterstützen einander, indem sie Stickstoff für andere Pflanzen verfügbar machen oder durch Duftstoffe Schädlinge fernhalten. Eine gute Mischkultur spart Wasser, Dünger und Arbeit und durch eine gute Fruchtfolge wird das Beste aus einem Bett herausgeholt, während gleichzeitig die Boden- und Pflanzengesundheit gefördert wird.
Wasser nachhaltig nutzen
Trinkwasser kann gespart werden, indem Regenwasser in Regentonnen, Zisternen oder anderen Speichermöglichkeiten für trockene Zeiten gesammelt wird. Mit einer Tröpfchenbewässerung lässt sich der Wasserverbrauch reduzieren. Für den Balkon oder Hochbeete sind auch Ollas gut geeignet, die sich leicht selbst basteln lassen. Nicht nur eine gelungene Mischkultur senkt den Wasserverbrauch, sondern auch die Auswahl geeigneter Pflanzen, die gut mit Trockenheit und Hitze zurechtkommen. Mulchen sorgt zusätzlich dafür, dass weniger Wasser ungewollt verdunstet.
Klares Nein zu torfhaltiger Erde und Kunstdünger
Die Moorgebiete, die für die Torfgewinnung entwässert und zerstört werden, sind nicht nur Heimat gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, sondern auch wichtige Treibhausgasspeicher. In einer 10 cm dicken Torfschicht ist etwa so viel Kohlenstoff gespeichert wie in einem hundertjährigen Wald gleicher Fläche. Beim Torfabbau gelangt dieser als Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre. Auch im eigenen Garten setzt ein nackter Boden permanent Treibhausgase frei, weshalb es wichtig ist diesen stets bedeckt zu halten.
Synthetisch hergestellter Dünger, auch als Stickstoff- oder Mineraldünger bezeichnet, ist nicht nur wegen seiner energieintensiven Herstellung im klimafreundlichen Garten tabu. Durch Kunstdünger kann leicht zu viel Stickstoff in den Boden eingebracht werden. Das hat negative Folgen, da ein mit Stickstoff überversorgter Boden Lachgas freisetzt – ein etwa 300-mal klimaschädlicheres Treibhausgas als Kohlenstoffdioxid. Hinzu kommt, dass ein mit Kunstdünger behandelter Boden kein Humus anreichern kann. Das schadet langfristig gesehen nicht nur der Bodenfruchtbarkeit, sondern ist auch schlecht für den Klimaschutz, da Humus Kohlendioxid bindet. Organische und humusbildende Alternativen sind Hornspäne, Gesteinsmehl oder Brennnesseljauche.
Kreativ statt neu
Gerade beim Eigenanbau von Obst und Gemüse gibt es viele verschiedene Wege Bestehendes umzufunktionieren, anstatt Neues zu kaufen. Das spart nicht nur Ressourcen und schütz das Klima, sondern schont zusätzlich auch den eigenen Geldbeutel. Alles, was sich mit Erde befüllen lässt, kann als Pflanzgefäß recycelt werden, egal ob Topf, Teekanne oder Gummistiefel. Alte Ziegel eignen sich zur Beetbegrenzung und abgefahrene Autoreifen ergeben aufeinander gestapelt ideale Hochbeete. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und auch ein Blick in Zu-Verschenken-Kategorien der Kleinanzeigenportale kann sich lohnen.
Wer gerne selbst angebautes Obst- und Gemüse hätte, aber die Gartenarbeit scheut, kann mit einem kleinen überschaubaren Projekt in die Saison starten. Vielleicht mit zwei Tomatenpflanzen, Erdbeeren im Balkonkasten oder einem Garteneck mit pflegeleichten Buschbohnen.
Quellen und weitere Informationen:
Mischkultur und Fruchtfolge: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflege/giftfrei/vorbeugen/24576.html
Gärtnern unter neuen Klimabedingungen https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/klimagarten/26024.html
Wie wird mein Garten oder Balkon umweltfreundlicher? https://www.wwf.at/artikel/klimatipps-fuer-garten-und-balkon/
Mit Humus gegen die Erderwärmung https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/klimagarten/13349.html
Klimaschutz im Garten https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimaschutz-garten-100.html
Garten-Tipp 3 - Insektenschutz im eigenen Garten
Insekten übernehmen in unserem Ökosystem wichtige Funktionen. Sie sorgen durch den Abbau organischer Substanz für fruchtbare Böden, dienen vielen größeren Tieren wie Igeln, Fledermäusen, oder Vögeln als Nahrungsgrundlage und bestäuben etwa dreiviertel unserer Nutzpflanzen. Rund 33.000 Insektenarten gibt es in Deutschland, weltweit sind es sogar über eine Million, doch ihre Zahl ist stark gefährdet. Jeder einzelne kann schon mit kleinen Mitteln dazu beitragen, die Artenvielfalt zu bewahren.
Blühende Nahrung – heimisch und bunt
Heimische Arten auszuwählen ist wichtig, denn im Laufe der Evolution haben sich Pflanzen und Tiere so aneinander angepasst, dass sie häufig aufeinander angewiesen sind. Wichtig ist es auch, auf eine gute Mischung aus Früh- und Spätblühern zu achten. So steht den Insekten von Frühling bis Herbst ein gutes Nahrungsangebot zur Verfügung. Allerdings gibt es viele Blüten, die weder Pollen noch Nektar produzieren wie Gartentulpen oder Forsythien und typische Zierpflanzen mit gefüllten Blüten wie Chrysanthemen oder Geranien. Gefüllte Blüten sind so hochgezüchtet, dass sie fast nur noch Schaublätter besitzen und die zurückgebildeten oder nicht mehr zugänglichen Staubblätter in der Regel keine Nahrung für Insekten bieten.
Beim Kauf von Pflanzen sollte man zudem darauf achten, dass sie regional produziert wurden. Oft werden diese in lateinamerikanischen und afrikanischen Ländern vorgezogen, wobei teilweise Pestizide eingesetzt werden, die in Europa aufgrund ihrer Giftigkeit verboten sind. Rückstände der Insektizide können in den Pollen und dem Nektar der Pflanzen verbleiben und ein Risiko für unsere Insekten darstellen. Darüber hinaus werden durch den Transport der Pflanzen vermeidbare CO₂-Emissionen erzeugt.
Vielfältiger Lebensraum – naturnah und wild
Insekten brauchen Unordnung und wilde Ecken, um sich zu entwickeln. Schafft man Stellen im Garten, an denen man die Natur sich selbst überlässt, fördert man die Insektenvielfalt. Haufen aus Laub, Reisig oder Totholz sind hervorragende Verstecke und bieten Nahrung und Baumaterial und auch Hausbegrünungen oder heimische Sträucher und Wildhecken sind gute Rückzugsorte. Ausgewählte Steinelemente wie Trockenmauern, Steinhaufen oder Kräuterspiralen sind ideale Insektenquartiere, doch wer seine Gartenfläche großflächig mit Steinmaterial bedeckt, tut der Natur nichts Gutes. In einem Schottergärten finden Insekten weder Nahrung noch Unterschlupf und er hat viele weitere ökologische Nachteile.
Wer beim Zurückschneiden der Brombeerhecke ein paar alte Ranken stehen lässt und diese vorne neu anschneidet, bietet Keulhornbienen und nützlichen solitären Wespenarten ein Zuhause. Unterirdisch nistende Wildbienenarten freuen sich über einen kleinen Sandhaufen an einem sonnigen Platz und Brennnesseln sind wichtiges Raupenfutter für viele Falterarten. Eine kleine Wasserquelle hilft den Insekten besonders in den trocken heißen Monaten. Hier eignet sich eine Vogeltränke oder der Untersetzer eines Blumentopfes mit kleinen Ästen oder Steinen, die den Insekten Halt bieten, falls sie ins Wasser rutschen.
Sparsam mähen und beleuchten
Wer seltener mäht, bietet, den Insekten Nahrung und Lebensraum. Der Rasenschnitt sollte entfernt werden, denn bleibt er liegen, düngt er den Boden und weniger wuchskräftige Pflanzenarten werden verdrängt. Eine zusätzlich angelegte Blumenwiese fördert die Pflanzen- und Insektenvielfalt. Eine einfache Taktik ist es, nie den ganzen Garten auf einmal zu mähen. Wer immer eine Insel oder einen Streifen stehen lässt und erst zu einem späteren Zeitpunkt mäht, schafft Rückzugsorte.
Auch bei der Beleuchtung gilt, weniger ist mehr, denn viele Insektenarten sind nachtaktiv und brauchen Dunkelheit. Lichter, auf die nicht verzichtet werden kann, sollten insektenfreundlich sein. Bedarfsorientierte, nach unten gerichtete Lampen mit niedrigem Blau- und Ultraviolettanteil, die abgeschaltet werden, wenn man selbst schlafen geht.
Jeder kann dazu beitragen, unsere Insekten zu schützen. Oft hilft es schon weniger zu tun. Weniger mähen und aufräumen, für mehr Nahrung und Lebensraum. Und auch wer keinen Garten hat, kann auf dem Balkon oder der Fensterbank die Artenvielfalt fördern.
Quellen und weitere Informationen:
Gemeinsam für mehr Artenvielfalt (PDF)
Mein summender Garten – Praxistipps für Insektenvielfalt im Garten (PDF)
Insekten schützen – Eine Anleitung für Garten, Haus und Alltag (PDF)
Insektenvielfalt in Niedersachsen – und was wir dafür tun können (PDF)
Garten-Tipp 4 - Wasser im Garten nachhaltig nutzen
Wir nehmen die Verfügbarkeit von Wasser oft als selbstverständlich hin und bewässern großzügig unseren Rasen und unsere Beete und Blumen. Doch Wasser ist eine unserer wertvollsten Ressourcen und wer klimafreundlich Gärtnern möchte, sollte auf seinen Wasserverbrauch achten. Auch in Deutschland sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt deutlich spürbar und Trockenperioden und Hitzewellen belasten unsere Gärten. Diese 6 Tipps helfen dabei, im bevorstehenden Hochsommer nachhaltig mit unseren Wasserressourcen umzugehen.
Das richtige Gießen hilft, den Wasserverbrauch zu senken. Schon der Gießzeitpunkt ist entscheidend und sollte am besten in den frühen Morgenstunden liegen. So sind die Verdunstungsverluste gering und die Pflanzen können Wasserreserven für den Tag sammeln. Gießt man nah am Boden, gelangt das Wasser sicher zu den Wurzeln und wird nicht von den Blättern abgefangen. Es sollte lieber seltener gegossen werden, dafür aber länger, damit das Wasser auch die tieferen Erdschichten durchdringt. Außerdem sollte der Wasserdruck nicht zu hoch sein, um oberflächlichen Abfluss zu vermeiden.
Regenwasser zu sammeln ist eine einfache Möglichkeit, um beim Gießen möglichst wenig Trinkwasser zu verschwenden. Hierfür bieten sich Regentonnen oder Zisternen an, aber es gibt auch kleine Sammelmöglichkeiten. Offenporige Tongefäße können mit der Öffnung nach oben in die Erde gesetzt werden oder alte Plastikflaschen mit abgeschnittenen Boden verkehrt herum ins Beet gesteckt werden. In den Gefäßen sammelt sich das Regenwasser und wird langsam und konstant an die Pflanzen abgegeben.
Flächen nicht zu versiegeln und wenn möglich zu entsiegeln ist wichtig, damit das Regenwasser versickern kann und im natürlichen Wasserkreislauf bleibt. Ein Garten mit viel natürlichem Untergrund ist wie ein Schwamm, der das Wasser aufsaugt und speichert. Offene Bodenflächen schaffen zudem Verdunstungskühle und sind elementar bei Starkregen-Ereignissen.
Im Haushalt Wasser sammeln verhindert, dass dieses (fast) ungenutzt in den Abfluss fließt. Wenn man auf heißes Wasser wartet, kann man das kalte und lauwarme Wasser in einem Topf oder Eimer auffangen und auch das Wasser zum Waschen von Obst und Gemüse kann man zum Gießen der Balkon- oder Terrassenpflanzen weiterverwenden.
Eine Mischkultur spart Wasser, denn pflanzt man verschiedene Pflanzen zusammen, ziehen diese je nach Länge ihrer Wurzeln das Wasser aus unterschiedlichen Bodenschichten. Im Gemüsebeet ist diese Technik schon lange bekannt, aber sie lässt sich auch auf den restlichen Garten übertragen. Bäume bieten Sträuchern, kleinen Gehölzen und Stauden einen kühlen und schattigen Platz, sodass diese weniger Wasser benötigen.
Den Boden bedeckt zu halten, ist wichtig, um Wasserverluste durch Verdunstung zu verringern. Offener Boden zwischen Gemüsepflanzen kann mit einer Mulchschicht bedeckt werden. Rasenschnitt oder Ernteresten eignen sich dafür ideal. Eine weitere Möglichkeit, die sich vor allem für Blumenbeete anbietet, ist es, die Pflanzen so dicht nebeneinander zu setzen, dass der Boden dauerhaft beschattet ist.
Viel Freude beim wassersparenden Gärtnern!
Quellen und weitere Informationen:
Gärtnern unter neuen Klimabedingungen: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/klimagarten/26024.html
Der Garten im Klimawandel: https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/der-garten-im-klimawandel/
Wasser und Bewässerung: https://www.garten-klima.de/course/view.php?id=3
Nachhaltiger Umgang mit Wasser im Hausgarten: https://www.verband-wohneigentum.de/bv/on235120
Garten-Tipp 5 - Der klimaangepasste Garten
Der Klimawandel hat spürbare Auswirkungen auf unsere Gärten und stellt uns vor neue Herausforderungen. Ein klimaangepasster Garten muss sowohl steigenden Temperaturen und langen Trockenperioden als auch heftigen Starkregenereignissen und vermehrter Nässe standhalten. Dafür erforderlich ist eine sinnvolle Kombination aus Wasserspeicherung und Wassernutzung, eine hohe Strukturvielfalt, anpassungsfähige Pflanzenarten und ausreichend Schattenplätzen, um den zunehmenden Wetterextremen standzuhalten.
Gesunder Boden - Versickern und verdunsten statt versiegeln! Je mehr Flächen versiegelt sind, desto schlechter kann der Garten auf Extremwetter reagieren. Im offenen Boden kann Regenwasser versickern. Dadurch trägt dieser zur Erneuerung des Grundwassers bei und schützt vor Hochwasser. Während sich Steinflächen bei hohen Temperaturen aufheizen und diese Wärme oft bis spät in die Nacht wieder abgeben, sorgt feuchte Erde für angenehme Verdunstungskühle und mindert eine zu große Hitzebelastung. Wo immer möglich, sollte Versiegelung reduziert und befestigte Flächen versickerungsoffen gestaltet werden. Um den Boden im Beet vor Austrocknung zu schützen, empfiehlt es sich diesen dicht zu bepflanzen und Zwischenräume mit Mulch zu bedecken, welcher zusätzlich die Humusbildung fördert.
Angepasste Pflanzen - Ausdauernd und bunt gemischt! Je vielfältiger die Pflanzenauswahl, desto geringer ist das Risiko, dass während einer Extremwetterlage viele Pflanzen gleichzeitig eingehen. Artenarme Rasenflächen müssen intensiv gepflegt und bei anhaltender Trockenheit regelmäßig bewässert werden. Dahingegen brauchen Wiesen aus standortgerechten und heimischen Wiesengräsern und Wildblumen kaum Pflege, überstehen Trockenperioden auch ohne Gießen und schützen mit ihren tiefreichenden Wurzeln den Boden bei Wind und Starkregen vor Erosion. Als natürliche Klimaanlagen kühlen Pflanzen unsere Umgebung, indem sie über ihre Blätter Wasser verdunsten. Besonders Bäume und Sträucher kühlen besonders effektiv, spenden Schatten und belüften mit ihren weit verzweigten Wurzeln den Boden, sodass Regenwasser gut ins Grundwasser gelangen kann. In ihrem Halbschatten finden Büsche, Stauden und auch Gemüse einen hitze- und windgeschützten Standort und benötigen deutlich weniger Wasser. Gute trockenresistente Arten sind Feldahorn, Liguster und Kornelkirsche und Holunder, Hartriegel und Erle eignen sich für Standorte mit vermehrter Nässe.
Ressource Wasser - Zwischen Mangel und Überfluss! Die ungleichmäßige Verteilung der Niederschläge stellt uns vor neue Herausforderungen. Sinnvoll ist es in Regenphasen das Wasser für Trockenperioden zu speichern, um unseren Garten ausreichend bewässern zu können, ohne dabei unsere kostbaren Trinkwasserressourcen zu belasten. Regenfässer und unterirdische Zisternen sind klassische Möglichkeiten, eine hübschere Alternative zum Wasser auffangen sind Gartenteiche. Eine andere klimaangepasste Lösung sind sogenannte Sickerteiche, welche Wasserspeicherung (Teich) und Versickerung (Sickerfläche) kombinieren und durch den Wechsel zwischen Überflutung und Austrocknung zahlreichen Pflanzen, Insekten und Amphibien einen idealen Lebensraum bieten. Auch Hügel und Senken fördern die Artenvielfalt und puffern Starkregenereignisse ab. Sie gliedern den Garten in feuchte und trockene Zonen und leiten Regenwasser ab, bspw. in einen Sickerteich oder ein Sickerbeet. Während trockener Phasen bremsen die Hügel den Wind und schützen so vor Austrocknung. Mit einem Kraterbeet kann man sich diese Vorteile beim Anbau von Gemüse und Kräutern zunutze machen.
Schon kleine Anpassungsschritte leisten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Ein klimafester Garten ist eine Investition in eine nachhaltige Zukunft!
Quellen und weitere Informationen:
So wird der Garten klimafit: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/klimagarten/26028.html
Der klimafeste Garten: https://www.re-natur.de/info/der-klimafeste-garten.html
Der klimagerechte Garten: https://www.gesches-gruen.de/gartengestaltung/gartenideen/klimagerecht
Garten an Trockenheit und Hitze anpassen: https://www.bund-bremen.net/presse/detail/news/garten-an-trockenheit-und-hitze-anpassen/
Garten im Klimawandel – Was kann man tun?: https://www.bmuv.de/themen/klimaanpassung/der-garten-im-klimawandel-was-kann-man-tun
Garten-Tipp 6 - Ressourcenschutz im Garten
Ressourcenschutz bedeutet verantwortungsvoll und nachhaltig mit den begrenzten Ressourcen unseres Planeten umzugehen. Indem man Energie spart, seinen Verbrauch natürlicher Rohstoffe senkt und Abfälle vermeidet, leistet man einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Schutz unserer Umwelt. Bereits im eigenen Garten lassen sich viele kleine Schritte für mehr Ressourcenschutz leicht umsetzen.
6 Tipps für einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen
Wasser ist eine unserer wertvollsten Ressourcen, weshalb wir auch im Garten schonend mit dieser umgehen sollten. Behältnisse zum Auffangen von Regenwasser, effiziente Bewässerungssysteme und eine angepasste Bepflanzung helfen uns dabei im Garten Wasser zu sparen. In der Juni-Ausgabe des Mitteilungsblatts oder auf der Samtgemeinde Webseite finden sie den vorletzten Gartenartikel mit vielen Tipps zur nachhaltigen Wassernutzung.
Legt man einen Komposthaufen an, landen viele Küchenabfälle nicht im Müll, sondern im eigenen Garten und werden wiederverwendet. Dadurch muss man weniger Dünger und Gartenerde zukaufen und spart nicht nur Geld, sondern auch Verpackungsmaterial.
Elektrische Gartengeräte wie Rasenmäher oder Freischneider sind im Betrieb nicht nur leiser und kostengünstiger als ihre mit Verbrennungsmotor betriebenen Alternativen, sondern auch deutlich umweltfreundlicher. Hat man nur einen kleinen Garten, reicht häufig auch einen Handmäher und eine Gartenschere. Der Verzicht auf motorbetriebene Geräte spart nicht nur Ressourcen, auch die eigene Gesundheit profitiert von der zusätzlichen Bewegung.
Beleuchtung im Garten zu reduzieren spart Energie und hilft vielen Tieren, die durch die künstlichen Lichtquellen gestört werden. Mit Bewegungsmeldern, Dimmern und Zeitschaltuhren kann man die Gartenbeleuchtung ideal anpassen, sodass sie nur dann brennt, wenn man sich im Garten befindet.
Der überlegte Kauf von Gartenmöbeln und anderen Gartenartikeln schont Ressourcen. Bevorzugt man Produkte aus heimischer Produktion vermeidet man unnötig weite, energieaufwendige Transportwege. Für Gartenmöbeln werden wegen ihrer Witterungsbeständigkeit häufig Tropenhölzer wie Teak, Cumara oder Akazie verwendet, wodurch Regenwälder zerstört und unser Ökosystem belastet wird. Durch neue Behandlungsmethoden stehen heimische Alternativen wie Lärche, Douglasie, Eiche oder Esche den Tropenhölzern in puncto Robustheit in nichts nach.
Leihen statt kaufen - Kreativ statt neu: Gartengeräte kommen oft nur alle paar Wochen oder Monate zum Einsatz und können ausgeliehen oder gemeinsam mit den Nachbarn angeschafft werden. Vieles lässt sich kreativ umfunktionieren. Alte Zinkwannen als Beetkästen, ausrangierte Teekannen als Blumentöpfe, leere Joghurtbecher zum Vorziehen von Stecklingen oder übriggebliebene Ziegel als Beetbegrenzung.
Welchen Tipp können Sie noch heute in ihrem Garten umsetzen?
Quellen und weitere Informationen:
Klimaschonend gärtnern - so geht's: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/klimagarten/26023.html
So gärtnern Sie nachhaltig: https://eigenheimerverband.de/wissenwertes-fachinformationen/garten-umwelt-naturschutz/flyer/nachhaltig-gaertnern/
10 Tipps für nachhaltiges Gärtnern: https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/10-tipps-fuer-nachhaltiges-gaertnern-35941
Garten-Tipp 7 - Artenschutz im Herbst-Garten
Wenn sich der Sommer langsam dem Ende neigt wird es Zeit, unsere Gärten auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Man kann einiges dafür tun, damit der eigene Garten im Herbst und Winter für unsere Wildtiere lebensfreundlich bleibt und sie in diesem einen sicheren Unterschlupf und ausreichend Nahrung finden. Kleine Tiere wie Insekten, Erdkröten, Eidechsen und Igel nutzen unsere Gärten gerne zum Überwintern und insbesondere für unsere Standvogelarten sind sie eine Speisekammer.
Blumen, Beeren und Pflanzenstängel: Zwar sehen verblühte Blumen, vertrocknete Beeren und alte Pflanzenstängel nicht mehr schön aus, für unsere Wildtiere sind sie aber sehr wichtig und sollten deshalb möglichst lange im Garten verbleiben. Die Beeren und Samen in den verblühten Kapseln sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Vogelarten, die im Winter bei uns bleiben, wie Zaunkönig und Rotkehlchen. Hohle Pflanzenstängel nutzen einige Wildbienenarten, um ihre Eier abzulegen. In diesen überwintern die Larven und schlüpfen im Frühjahr, weshalb es sinnvoll ist, zumindest einen Teil der Stängel über den Winter stehenzulassen.
Laub als Schutz und Winterquartier: Wenn im Herbst das Laub von den Bäumen und Sträuchern fällt, greifen viele Menschen zu Laubbläsern oder -saugern, um dieses zu entfernen, doch leider sterben durch den Einsatz dieser Geräte Millionen von Kleintieren. Zudem zerstören sie wertvolle Pflanzensamen und nehmen dem Boden seine natürliche Deckschicht, welche ihn vor extremer Kälte und Austrocknung schützt. Laub ist ein wertvolles Material für den naturnahen Garten, dass entweder liegengelassen, auf abgeernteten Beeten verteilt oder zu Haufen zusammengerecht werden kann. Über den Winter wird es von tausenden Kleinlebewesen abgebaut und in Humus umgewandelt, wodurch dem Garten neue Nährstoffe zugeführt werden. Ein Laubhaufen bietet zahlreichen Tieren wie Marienkäfern, Schmetterlingslarven, Glühwürmchen, Eidechsen und Igeln Nahrung und einen Unterschlupf für den Winter.
Nistkästen als Herberge: Viele Tiere ziehen im Herbst in Vogel-Nistkästen ein und nutzen diese als Winterquartiere, da sie in unseren Gärten immer weniger alte Bäume mit Baumhöhlen finden. Dazu zählen Kleinsäuger wie Haselmäuse, Siebenschläfer und Fledermäuse und Insektenarten wie Florfliegen, Ohrwürmer und Hummelköniginnen. In besonders kalten Perioden übernachten auch manche Vogelarten gerne in den schützenden Nistkästen. Deshalb sollten über den Winter Vogel-Nistkästen nicht abgehängt werden und wer möchte, kann gerne noch weitere zur Verfügung stellen.
Frühblüher fürs neue Jahr: Der Herbst ist die ideale Zeit, um an die Insekten zu denken, die besonders früh im Jahr auf Blühpflanzen als Nahrungsquelle angewiesen sind. Vor dem ersten Bodenforst können Blumenzwiebeln wie Schneeglöckchen, Märzenbecher, Schlüsselblumen und Winterlinge gesetzt werden. Am besten ist es besonders die kleinen Frühblüher in größeren Gruppen zu setzen, denn so können sich im Frühjahr wunderschöne Blütenteppiche entwickeln.
Machen Sie in Ihren Garten zu einem Zuhause für unsere Wildtiere!
Quellen und weitere Informationen:
Gärtnern für den Artenschutz: https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/artenschutz-garten-tipps-herbst-pflanzen-tiere-102.html
Gartenpflege im Herbst: https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/gartenpflege-im-herbst
Haufenweise Gemütlichkeit: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflege/saisonal/herbst/25120.html
Der Garten lebt auch im Winter: https://www.marburg.de/portal/seiten/der-garten-lebt-auch-im-winter-900002060-23001.html
Garten-Tipp 8 - Unsere Vögel im Winter
Im Herbst ziehen Vogelarten wie der Kuckuck und die Nachtigall zum Überwintern in den Süden, aber viele andere heimische Arten überwintern in Deutschland. Zu diesen gehören bspw. Amseln, Kleiber und Star. Wieder andere Vogelarten wie die Drossel und der Seidenschwanz fliegen aus anderen Ländern zu uns, um hier die kalte Jahreszeit zu überstehen. Die Tage werden kürzer, die Witterung härter, das Nahrungsangebot knapper - Eine schwierige Zeit bricht an für alle Vögel, die den Winter bei uns verbringen.
Wintervögel füttern oder nicht?
Viele Vögel ziehen jetzt in Städte und Dörfer. Hier sind die Temperaturen höher und das Nahrungsangebot größer. In unseren Parks, Friedhöfen und Gärten suchen sie Unterschlupf und Nahrung. Die Anzahl vieler Vogelarten ist stark zurückgegangen. Das ist aber nicht auf den winterlichen Nahrungsengpass zurückzuführen, denn an diesen sind die Vögel bereits seit Urzeiten angepasst, sondern auf den Verlust ihrer Lebensräume. Futterhäuschen werden insbesondere von häufigen Arten wie Amseln oder Meisen aufgesucht, während die meisten seltenen und bedrohten Arten diese gar nicht nutzen. Ökologisch betrachtet ist die Winterfütterung daher nicht notwendig – aber sie macht Freude. Sie bietet uns die Chance, Vögel aus der Nähe zu beobachten und ist besonders für Kinder spannend.
Vogelschutz – Ganzheitlich gedacht
Viel wichtiger als die Zufütterung ist es, dass wir Lebensräume für unsere Vögel erhalten und schaffen. Im eigenen Garten können wir dies durch eine naturnahe Gestaltung. Vielfältige Strukturen wie Hecken, (beerentragende) Sträucher, Stauden und Blumenwiesen bieten auch im Winter ausreichend Nahrung zum Überleben. Wichtig ist es, verblühte Blumen und Stauden nicht abzuschneiden und Laub und Totholz liegenzulassen. Da Insekten die Nahrungsgrundlage vieler Vögel sind, hilft eine insektenfreundliche Gartengestaltung gleichzeitig auch unseren Wintervögeln. Wer Obstbäume im Garten hat, kann einige Früchte als Nahrung für die Vögel am Baum hängen und unten drunter liegen lassen. Nistkästen und Vogelhäuschen können als zusätzlicher Unterschlupf angeboten werden.
Zwar ist ein ganzheitlicher Naturschutz viel wichtiger als die Winterfütterung. Für uns ist es aber eine tolle Möglichkeit unsere Vögel zu beobachten und besser kennenzulernen. Dabei können schon durch die Wahl des Futters gezielt bestimmte Arten angelockt werden. Bei den bekannten Meisenknödeln steckt die Zielgruppe schon im Namen, aber auch von Buntspechten werden sie angenommen. Finken mögen ölhaltige Samen wie Sonnenblumenkerne, Hanf und Mohn. Amseln und Rotkelchen lieber Getreideflocken und Rosinen. Egal welche Vogelart man füttern möchte, ein paar Dinge sollte man dabei beachten.
Regeln für die Winterfütterung
- Erst bei beginnendem besser noch bei anhaltendem Frost füttern und für die Futterstelle einen gut überschaubaren Ort wählen mit Versteckmöglichkeiten in der Nähe.
- Lieber mehrere kleine Futterstellen als eine große anbieten. So haben auch konkurrenzschwache Vögel eine Chance.
- Bauen sie die Futterplätze nur kurzzeitig auf, damit sich die Vögel nicht an diese gewöhnen. Niemals Brot und Speisereste verfüttern. Die darin enthaltenen Salze und Gewürze können zum Tod der Vögel führen.
- Mit Ausnahme von ganzen Früchten nicht vom Boden aus füttern. Dort kann sich das Futter mit dem Kot der Tiere vermischen und zu tödlichen Vogelkrankheiten führen.
- Füttern sie nur so viel wie nötig auf einmal, um die Futterqualität zu garantieren.
- Achten sie darauf, dass das Futter trocken bleibt. Sauberkeit ist besonders wichtig. Reinigen sie die Futterstelle am besten täglich und entfernen sie nasses Futter, da sich sonst Krankheiten ausbreiten können. Ein toter Vogel am Futterplatz kann auf eine Infektionskrankheit unter den Vögeln hindeuten. Bauen sie den Platz ab, reinigen sie ihn gründlich und füttern sie erst nach 10 Tagen wieder.
- Wasser ist genauso wichtig wie Futter. Platzieren sie eine Schale mit Trinkwasser so, dass Katze und Marder sie nicht erreichen können.
Viel Freude beim Beobachten unserer Wintervögel!
Quellen und weitere Informationen:
Winterfütterung: https://www.lbv-muenchen.de/was-wir-tun/vogelschutz-lbv-muenchen/winterfuetterung/
Vögel füttern im Winter: https://berlin.nabu.de/tiere-und-pflanzen/was-tun-wenn/15359.html
Vögel füttern im Winter?: https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/voegel-fuettern-im-winter