Fahrerlaubnis: Umstellung/Pflichtumtausch

Allgemeine Informationen

Bis zum 19.01.2033 muss jede/r Fahrerlaubnisinhaber/in im Besitz eines gültigen EU-Kartenführerscheins sein.

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass der sogenannte "Pflichtumtausch" der alten Papierführerscheine in den EU-Kartenführerschein entsprechend einer Tabelle nach Geburtenjahrgängen durchgeführt werden muss. Sinn dieser Gruppenbildung ist die Möglichkeit einer ordnungsgemäßen Abwicklung durch die Fahrerlaubnisbehörden. Owohl die Papierführerscheine eigentlich noch bis zum 19.01.2033 gültig sind, muss die Umstellung der noch geschätzten ca. 15 Millionen Papierführerscheine in diesen geordneten Strukturen ablaufen.

Der Pflichtumtausch betrifft zunächst nur die Personen, die noch graue oder rosa Papierführerscheine besitzen und die zu den Geburtsjahrgängen 1953-1958 gehören. Nur diese Gruppe muss den Führerschein bis zum 19.1.2022 getauscht haben.  Selbstverständlich kann jede/r Inhaber/in von Papierführerscheinen wie auch bisher jederzeit die Umstellung beantragen.

Die nächste Gruppe wird ein Jahr später verpflichtet, nämlich die Jahrgänge 1959-1964 bis zum 19.1.2023. Die Umstellung erfolgt weiter jahrgangsgruppenweise bis zum 19.1.2025.

Danach müssen die vor dem 19.01.2013 ausgestellten Kartenführerscheine gestaffelt nach Ausstellungsjahr umgetauscht werden.

Verfahrensablauf

Die Stellen einen Antrag auf Umtausch. Der Landkreis bearbeitet den Umtausch und danach können Sie die Fahrerlaubnis im Scheckkartenformat im Bürgerbüro der Samtgemeinde wieder abholen.

Hinweise für Inhaber der alten Klasse 3

Für Inhaber/innen der alten Klasse 3 gibt es die Möglichkeit, im Rahmen der Umstellung der Fahrerlaubnis, diese prüfungsfrei auf die Klasse T zu erweitern. Voraussetzung hierfür ist die Tätigkeit in einem forst- oder landwirtschaftlichen Betrieb. Diese Erweiterung muss explizit beantragt werden, damit der Eintrag auf dem neuen EU-Kartenführerschein erfolgen kann.

Außerdem erhalten Inhaber/innen der alten Fahrerlaubnisklasse 3 bei der Umstellung neben der Fahrerlaubnis der Klassen B und BE auch die Klassen C1 und C1E ohne Befristung und ohne die Notwendigkeit regelmäßiger ärztlicher Kontrolluntersuchungen. Mit dieser Fahrerlaubnis dürfen Kraftfahrzeuge bis 7,49 t zulässigem Gesamtgewicht und Züge bis 12 t und unbegrenzter Achsenzahl geführt werden (Zugfahrzeug bis 7,49 t).

Soll der volle Umfang der alten Klasse 3 (also auch Züge über 12 t bis maximal 18,5 t) erhalten bleiben, muss dies bei der Umstellung gesondert beantragt werden. Die Fahrerlaubnis der Klasse CE wird dann mit der Auflage „79“ bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres befristet erteilt. Danach sind für eine Verlängerung der Fahrerlaubnis dieser Fahrerlaubnisklasse alle fünf Jahre ärztliche Kontrolluntersuchungen notwendig.

Mit dem alten Führerschein der Klasse 3 dürfen ab Vollendung des 50. Lebensjahres keine Fahrzeugkombinationen oder Züge mit mehr als drei Achsen über 12 t mehr geführt werden.

Hinweise für Inhaber der alten Klasse 2

Der Führerschein muss bis zum 50. Geburtstag umgestellt werden. Andernfalls erlischt mit Vollendung des 50. Lebensjahres die Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen der Klasse 2. 

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Landkreis Göttingen.

Die Beantragung für Bürger/innen der Samtgemeinde Gieboldehausen wird im Bürgerbüro im hiesigen Rathaus erledigt.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Antrag auf Umstellung der Fahrerlaubnis
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • ein aktuelles Lichtbild (45 x 35 mm)
  • alter Führerschein gegebenenfalls ist eine Karteiabschrift erforderlich, wenn der Führerschein von einer anderen Behörde ausgestellt wurde)

Zusätzlich bei Personen, die das 50. Lebensjahr vollendet haben und die Klasse C oder CE beantragen:

  • ärztliche Bescheinigung über die körperliche und geistige Eignung sowie
  • eine ärztliche Bescheinigung oder ein augenärztliches Zeugnis über die Untersuchung des Sehvermögens
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